Spielberichte

USC I - Männer

Bericht vom 19.10.2020:

3:0-Erfolg bei USC-Heimpremiere

Das erste Heimspiel der Volleyballherren des USC Magdeburg war in doppelter Hinsicht ein besonderes Ereignis. Einerseits war es die erste Partie vor heimischer Kulisse in der laufenden Saison der Dritten Liga Nord. Andererseits fand dieses Spiel unter den besonderen Hygienevorschriften, welche aufgrund der Corona-Pandemie notwendig sind, statt. Das bedeutete für die Mannschaften und Zuschauer Maskenpflicht und Abstand halten. So konnten auch nur höchstens 100 Zuschauer die Partie verfolgen.

In sportlicher Hinsicht erwarteten die Magdeburger den Mitaufsteiger SV Schulzendorf/Netzhoppers Königs Wusterhausen. Die Brandenburger sind mit zwei Niederlagen in die Saison gestartet, wurden vom USC aber dennoch nicht unterschätzt. In guter Erinnerung hatte das Trainergespann Dennis Raab den knappen Heimsieg und vor allem die deutliche 0:3-Niederlage aus der abgelaufenen Saison in der Regionalliga. Und so stellten beide die Spieler um Kapitän Lorenz Teege auf ein kampfbetontes und schweres Match ein. Personell konnten dabei beide Mannschaften aus dem Vollen schöpfen und brachten 14 Akteure auf das Protokoll. Das Spiel begann zunächst mit einem Abtasten. Dann zog der USC aber schnell davon. "Wir haben von Anfang an gut aufgeschlagen und damit viel Druck erzeugt. Hinzu kam, dass Schulzendorf in der Aufstellung einen Fehler hatte und deshalb viel wechseln musste, um wieder Ordnung auf das Feld zu bekommen.", so Trainer Schulz nach dem Spiel. Der erste Satz war vor allem durch den Aufschlag gekennzeichnet und bot beiden Mannschaften wenig Rhythmus. Während die Gäste aus Brandenburg hier viele Fehler produzierten, konnte sich der USC immer deutlicher absetzen und den Durchgang schließlich mit 25:12 klar gewinnen.
In der Satzpause mahnten Raab und Schulz, dass es so leicht nicht weitergehen werde. Aber der Gastgeber konnte sich, angeführt von Zuspieler Tom Heidecke und Diagonalangreifer Philipp Gürke, rasch auf 7:3 absetzen. Doch wer nun dachte, der Satz verläuft ähnlich wie Durchgang eins, sah sich getäuscht. Der Schlendrian hielt wieder Einzug bei den Magdeburgern und brachte Schulzendorf zurück ins Spiel. "Nach der 7:3-Führung machen wir einfach zu viele Fehler, wollen immer etwas Besonderes machen, anstatt einfach zu spielen.", so Schulz. Diese Spielweise führte letztlich zum 10:10-Ausgleich, der den USC in die Auszeit zwang. Danach besannen sich die Magdeburger wieder auf ihre Stärken und nahmen das Heft des Handels wieder selbst in die Hand. Durch gute Arbeit in Block und Feldabwehr sowie einem stabilen Spiel aus der eigenen Annahme heraus, setzten sie sich wieder ab - 20:17 - und brachten den Vorsprung ins Ziel - 25:21.
Damit hatten die Gastgeber bereits einen Punkt sicher, doch natürlich sollte es mehr werden. Und so gingen die USC-Akteure motiviert in den dritten Satz. Dieser entwickelte sich aber sehr ausgeglichen und blieb lange unentschieden. "Wir haben hier unseren Aufschlagdruck völlig verloren und produzierten viele Fehler.", so Schulz nach dem Spiel. Aber auch die Gäste aus Brandenburg produzierten weniger Fehler, sodass Mitte des Satzes sogar ein Magdeburger Rückstand auf der Anzeigentafel stand - 16:18. Die fällige Auszeit wurde wie im zweiten Satz zur Mahnung genutzt, die eigenen Stärken konsequenter auszuspielen, was dann auch wieder gelang. Die Magdeburger präsentierten sich mit einem Mal wieder mit breiter Brust, machten weniger Fehler im Aufschlag und konnten sich dadurch wieder absetzen. Beim 24:22 hatte der Gastgeber den ersten Matchball und verwandelte diesen dank eines Fehlers des Gegners. Die drei Punkte zu Hause waren damit eingefahren.
"Es war sicherlich nicht immer ein schönes Spiel für die Zuschauer, weil es doch stark durch den Aufschlag geprägt war. Da passieren dann auch Fehler. Aber dennoch bin ich über weite Strecken zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft. Deutlich wird jedoch auch, dass wir uns Phasen des Schlendrians nicht erlauben dürfen.", so ein erleichterter Schulz nach Spielende.
MVP´s wurden auf beiden Seiten die Diagonalangreifer. Florian Lüddemann für Schulzendorf und bei Magdeburg Philipp Gürke.
Ob die nächste Auswärtspartie am 25.10. bei Preußen Berlin stattfinden kann, wird momentan mit den zuständigen Behörden geklärt.

Für den USC spielten: Drebenstedt, Grau, Griep, Gürke, Heidecke, Ihle, Lautenschläger, Liebsch, Moede, Roßmy, Schipper, Seeger, Teege, Wenzlaff

Marko Schulz