Spielberichte

USC I - Männer

Bericht vom 25.10.2020:

USC-Volleyballherren vergeben Chance auf Punkt in Berlin

Am vergangenen Sonntag reisten die Volleyballer des USC Magdeburg nach Berlin zum gestandenen Drittligisten SV Preußen. Mit dem Selbstbewusstsein des deutlichen Heimsieges vom letzten Wochenende wollten die Spieler um Kapitän Lorenz Teege auch aus der Hauptstadt Punkte mit an die Elbe bringen. Mit Blick auf die aktuelle Corona-Situation galt es dabei aber natürlich, sich an die Hygieneregeln zu halten.

?Wir haben versucht, eine offizielle Aussage der Gesundheitsbehörden der Stadt Magdeburg zu bekommen. Dort hieß es lediglich, dass sie uns auch nichts konkretes sagen könnten, rechtlich untersagt sei ein Punktspiel in Berlin jedoch nicht.?, so Trainer Marko Schulz.
Das Spiel begann zunächst mit angezogener Handbremse auf Seiten des USC. Die Gastgeber setzten sich schnell mit vier Punkten ab. Erst als Gunnar Griep, der den abwesenden Christoph Liebsch ersetzte, an den Aufschlag kam, schien ein Ruck durch die Mannschaft zu gehen. ?Gunnar konnte nicht nur im ersten Satz zeigen, wie wichtig er für uns sein kann. Seine Erfahrung und sein Spielwitz sind jeden Gegner schwer in den Griff zu bekommen.?, so Schulz. Und danach spielte der USC wie ausgewechselt, konnte in Block und Feldabwehr ein ums andere Mal zugreifen. Schnell zogen sie an den überraschten Gastgebern vorbei und brachten den ersten Durchgang ins Ziel ? 25:20.
Den Schwung nahmen die Magdeburger aber nicht mit in den zweiten Satz. Vor allem der Aufschlag brach wieder einmal weg. ?Wir erzeugen einfach zu wenig Druck und machen zu viele direkte Fehler. Das passt nicht, hier müssen sich die Jungs einfach mehr konzentrieren.?, so ein genervter Schulz. Schnell zogen die Akteure des SV Preußen, die nun auch deutlich weniger Fehler machten, davon ? 10:17. Auf Seiten des USC konnte noch einmal Schadensbegrenzung betrieben werden, indem neben dem routinemäßigen Doppelwechsel ? Tim Lautenschläger und Jan Seeger für Tom Heidecke und Philipp Gürke ? auch noch Kapitän Lorenz Teege für Cedrik Moede auf das Feld kam. Ab hier konnte der USC zwar nicht mehr entscheidend verkürzen, verlor aber auch nicht mehr an Boden ? 19:25.
Der dritte Abschnitt schien eine Kopie des ersten Satzes zu werden. Die Magdeburger lagen schnell 5:9 hinten, kamen wieder heran. Drehen konnten sie im Gegensatz zum ersten Durchgang den dritten aber nicht. Mit 21:25 behielten die Preußen die Oberhand.
Der vierte Satz war an Spannung kaum zu überbieten. Zunächst entwickelte sich ein ausgeglichener Spielverlauf. Durch eine Aufschlagserie von Christian Ihle, bei der alle Akteure konsequent agierten, zog der USC mit vier Punkten davon ? 12:8. Doch wie so oft bot man dem Gastgeber rasch die Gelegenheit, den Spielstand zu egalisieren ? 16:16. Schlimmer noch: der SV Preußen konnte eine kleine Führung erspielen. Aber die Magdeburger, bei denen nun Teege Gunnar Griep ersetzte, packten sich ein Herz und kämpften sich nochmals in die Partie, hatte beim 24:23 sogar die Chance, den Satz zu gewinnen. ?Hier haben wir einfach vergessen, uns für die gute Aufholjagd und die gute Leistung zu belohnen.?, sagte Trainer Schulz. Der SV Preußen ließ sich nicht lange bitten und holte den vierten Satz mit 25:27 nach Berlin.
?Es ist schade, dass wir hier nicht wenigstens einen Punkt holen. Dieser wäre durchaus verdient und dem Spielverlauf entsprechend gewesen. Aber dafür müssen wir dann letztlich noch konsequenter und vor allem weniger fehlerbehaftet spielen.?, so Schulz nach dem Spiel.
MVP auf Magdeburger Seite wurde erstmals in dieser Saison Cedrik Moede, auf Seiten der Preußen Kapitän David Nündel.
Das kommende Wochenende hat der USC nun spielfrei. Wie und ob es danach weiter geht, kann niemand wirklich vorhersagen. Es wird von Woche zu Woche geschaut. Gegner wäre jedenfalls am Sonntag, 8.11., der SV Warnemünde II.

Für den USC spielten: Drebenstedt, Grau, Griep, Gürke, Heidecke, Ihle, Lautenschläger, Moede, Roßmy, Schipper, Seeger, Teege, Wenzlaff

Von Marko Schulz